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Die Journalisten, die von der Olympiade in Beijing berichten wollen, haben keinen unbeschränkten Zugriff auf das Internet.
Drei Dinge dazu.
Erstens: Wer hätte es gedacht ?
Zweitens: Es ist dies die Verfahrensweise eines Behemoths, eines brutalen Staates, der die innerhalb seiner Grenzen Anwesenden unterdrückt und ihnen wichtige Teile ihrer Freiheit vorenthält. Dafür gibt es keine Entschuldigung.
Drittens: Die Reaktion einiger Medien darauf ist mal wieder an Dummheit kaum zu überbieten. Ein Beispiel gefällig ? Am gestrigen Donnerstag, den 31.Juli 2008, heißt es in der Berliner Zeitung in einer von AFP & AP zusammengeschriebenen Meldung (leider nicht im Textrarchiv verfügbar, deswegen nicht verlinkt): „Zahlreiche Seiten mit kritischen Inhalten sind gesperrt und schränken die Berichterstattung aus China ein. Informationen über politische Vorgänge oder die Menschenrechtslage sind für die zu den Spielen erwarteten 5000 Journalisten damit kaum mehr zu recherchieren.“
Was für ein Armutszeugnis. Ohne Internet also keine Recherche ? Wie genau haben eigentlich Carl Bernstein & Bob Woodward nochmal Watergate aufgedeckt – per Satellitenbild von Google-Maps ? Genau hier manifestiert sich, was jedem aufgeklärten Beobachter der Berichterstattung über China sauer aufstoßen muss: da wird munter darauf los kritisiert, aber nur aus ein und denselben tendenziösen Quellen übernommen. Kein Wort gegen Amnesty International, aber auch deren Angaben müssen überprüft werden. Ganz zu schweigen von den Informationen, die man von so obskuren Vereinen wie der Falungong-Sekte, irgendwelchen Freunden für Tibet oder gar dem Schmunzelmonster Gyatso höchstselbst bekommt.
Und wer rettet heute die Ehre ? Die Sportredaktion der Berliner, sowieso das Glanzstück des schwer angeschlagenen Zeitungshauses. Und zwar mit dem letzten Absatz dieses Textes.